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Wie Psychologen Depressionen erkennen und diagnostizieren

Wie Psychologen Depressionen erkennen und diagnostizieren

Wie erkennen Psychologen Depressionen?

Depressionen sind eine der häufigsten psychischen Erkrankungen überhaupt. Laut Schätzungen leiden weltweit rund 350 Millionen Menschen an einer Depression. In Deutschland ist etwa jeder achte Erwachsene betroffen. Ein wichtiger Teil der Behandlung ist die richtige Diagnose. Wie erkennen Psychologen eine Depression und welche Rolle spielt das ICD-10?

Diagnose einer Depression: Welche Kriterien müssen erfüllt sein?

Um eine Depression diagnostizieren zu können, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Die international gültigen Kriterien sind im Internationalen Klassifikationssystem ICD-10 definiert. Dieses System dient als Grundlage für die Diagnostik und Klassifizierung psychischer Störungen wie Angststörungen, Depressionen, bipolare Störungen und andere.

Um eine depressive Störung nach ICD-10 diagnostizieren zu können, müssen mindestens zwei der folgenden Kriterien über einen längeren Zeitraum vorliegen:

  • Ein Gefühl von Traurigkeit oder Freudlosigkeit (das heißt, die Betroffenen sind nicht mehr in der Lage, Freude oder Interesse an normalen Aktivitäten zu empfinden);
  • Antriebsmangel (die Betroffenen empfinden eine starke Erschöpfung und sind nicht mehr in der Lage, sich zur Durchführung einfacher Tätigkeiten zu motivieren);
  • Veränderung des Appetits (die Betroffenen haben entweder einen starken Appetit oder haben keine Lust mehr, überhaupt zu essen);
  • Veränderung des Schlafverhaltens (die Betroffenen schlafen entweder zu viel oder zu wenig);
  • Verlust des körperlichen und geistigen Leistungsvermögens (die Betroffenen fühlen sich schwach und müde und sind nicht mehr in der Lage, einfache Aufgaben zu bewältigen);
  • Gefühl von Wertlosigkeit (die Betroffenen haben das Gefühl, dass sie wertlos sind und keinen Sinn mehr im Leben haben);
  • Gedanken an den Tod oder Selbstmord (die Betroffenen denken über den Tod oder Selbstmord nach).
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Wie erkennen Psychologen eine Depression?

Um eine Depression diagnostizieren zu können, nutzen Psychologen verschiedene Methoden. Zunächst werden die Anamnese und die Krankengeschichte des Patienten ausführlich erfasst. Daran schließt sich eine psychische und körperliche Untersuchung an. Dazu gehören beispielsweise ein Blutbild, ein EKG und eine Blutdruckmessung.

Außerdem werden standardisierte Fragebögen und psychologische Tests eingesetzt, um die Symptome einer Depression genauer zu erfassen. Beispiele für solche Tests sind der Hamilton-Depressions-Rating-Scale (HDRS) oder der Beck-Depressions-Inventar (BDI).

Darüber hinaus können noch weitere Untersuchungen erfolgen, darunter EEG oder CT. Letztendlich werden die Ergebnisse ausgewertet und es wird nach den Kriterien des ICD-10 entschieden, ob eine Depression vorliegt.

Fazit

Depressionen sind eine weitverbreitete und ernstzunehmende psychische Erkrankung. Um eine korrekte Diagnose zu stellen, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Diese Kriterien sind im internationalen Klassifikationssystem ICD-10 definiert.

Um eine Depression zu diagnostizieren, werden verschiedene Methoden angewendet. Zunächst wird die Anamnese und Krankengeschichte erfasst. Anschließend werden standardisierte Fragebögen und psychologische Tests verwendet. Außerdem können noch weitere Untersuchungen wie EEG oder CT notwendig sein. Letztendlich werden die Ergebnisse ausgewertet und eine Diagnose nach den Kriterien des ICD-10 gestellt.