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Warum fühlt man sich bei Depressionen am Abend besser?

Warum fühlt man sich bei Depressionen am Abend besser?

Warum fühlt man sich bei Depressionen abends besser?

Einleitung

Depressionen sind eine schwere psychische Erkrankung, die die Lebensqualität und das allgemeine Befinden beeinträchtigt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden weltweit mehr als 300 Millionen Menschen von einer Depression betroffen sein. Viele von ihnen leiden an einer kombinierten Form der Depression, bei der sowohl am Tag als auch in der Nacht Anzeichen einer Depression vorliegen. Doch wieso fühlt man sich bei Depressionen abends besser?

Stimmungsschwankungen

Depressionen können zu starken Stimmungsschwankungen führen. Die Symptome variieren je nach Person und sind von Tag zu Tag unterschiedlich. Die Schwere der Symptome kann sich ebenfalls von Tag zu Tag ändern. Viele Betroffene berichten, dass sie sich abends besser fühlen als am Morgen.

Hormonelles Ungleichgewicht

Ein Grund für die Unterschiede zwischen Morgen- und Abendstimmung bei Depressionspatienten kann in einem hormonellen Ungleichgewicht liegen. Der Tag ist normalerweise mit einem Anstieg des Cortisolspiegels verbunden, was zu steigender Anspannung führt. Abends sinkt der Cortisolspiegel jedoch wieder, was zu einer Abnahme der Spannung und somit auch zu einer Verbesserung des Befindens führt.

Schlafdruck

Ein weiterer Grund, warum man sich bei Depressionen abends besser fühlt, ist der sogenannte „Schlafdruck“. Der Begriff beschreibt das tiefe Verlangen, nachts einzuschlafen. Nach dem Schlaf ist die Wachheit noch mehr hochreguliert – und die Anspannung ist besonders hoch – ein Teufelskreis.

„Bei vielen Betroffenen sind deshalb morgens die Depressionssymptome am stärksten und gegen Abend, wenn sich ein Schlafdruck aufbaut, bessert sich bei vielen die Depression“, berichtet Hegerl.

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Störung des Tag-Nacht-Rhythmus

Ein weiterer Faktor, der dazu beitragen kann, dass man sich bei Depressionen abends besser fühlt, ist die Tatsache, dass viele Depressionspatienten einen gestörten Tag-Nacht-Rhythmus haben. Die Betroffenen schlafen nachts schlechter und wachen morgens später auf. Dadurch können die Tagessymptome stärker ausgeprägt sein als die Nacht-Symptome.

Körperliche Aktivität

Ein weiterer Grund, warum man sich bei Depressionen abends besser fühlt, ist, dass die meisten Menschen am Tag mehr körperliche Aktivität haben als nachts. Tägliche körperliche Aktivität kann die Symptome von Depressionen lindern, indem es die Ausschüttung bestimmter Hormone reguliert und die Stimmung verbessert.

Psychotherapie

Eine weitere Möglichkeit, um die Symptome einer Depression zu lindern, ist die Teilnahme an psychotherapeutischen Sitzungen. Eine Psychotherapie kann helfen, die Symptome der Depression zu lindern und den Betroffenen dabei zu unterstützen, ein gesundes Gleichgewicht zwischen Tag und Nacht zu finden.

Fazit

Es gibt viele Gründe, warum man sich bei Depressionen abends besser fühlen kann. Einer der wichtigsten Gründe ist das hormonell Ungleichgewicht, das viele Depressionspatienten haben. Andere Gründe sind der Schlafdruck, der gestörte Tag-Nacht-Rhythmus und die körperliche Aktivität, die am Tag mehr stattfindet als in der Nacht. Eine Psychotherapie kann ebenfalls dazu beitragen, die Symptome der Depression zu lindern und ein gesundes Gleichgewicht zwischen Tag und Nacht zu finden.